Garten-Konzepte
by Claudia Detjen
Ein Garten auf dem Weg zum
Feng Shui-Garten
Zentrierung und Stabilisierung
Die Mitte eines Gartens sollte entweder frei bleiben von jeglicher Bepflanzung, oder
wie hier zur Stabilität beitragen.
Da das Grundstück leicht abschüssig ist, bietet dieses Arrangement aus violetten
Blüten einen Energie-Auffangpunkt. Gleichzeitig zieht er unweigerlich das Auge
des Betrachters auf sich. Darüber erhebt sich an einem Rankgerüst eine
Titan-Rosenkugel, die in allen Regenbogenfarben schimmert und wie ein Auge über
den Garten wacht.
Die Eingangssituation
Der Zugang zum Garten erfolgte durch eine gemeinsame Pforte mit dem Nachbarn.
Bisher vermischten sich die Energien beider Grundstücke, die offen aneinander
grenzten,zu stark miteinander, so dass sich keine Individualität entwickeln konnte.
Eine niedrige Grenzbepflanzung und ein klarer Zugang in die nunmehr „eigene Welt“
mit zwei niedrigen Rankspalieren lädt jetzt zum Betreten ein. Diese diskrete Betonung
des eigenen Refugiums ist dennoch offen genug, für einen netten
Nachbarschaftsplausch.
Mit einem Gartenschild wird der Besucher freundlich „Willkommen“geheißen.
Besonderes„Extra“: An den Rankgerüsten wachsen
Himbeeren, die dem Besucher einen Begrüßungssnack zum Naschen anbieten.
Gartenimpressionen
.... für die Sinne...


Wasser symbolisiert Reichtum
Ein Sprudelbrunnen aktiviert den Südosten der Terrasse. Sein sanftes Plätschern
Wirkt erfischend an heißen Sommertagen.
Die Salbeipflanze versprüht abends angenehmen Duft und liefert wertvolle Heilkräuter.
Gartenthema
Die Trockenmauer bietet Augen- und Gaumenschmaus.
Zwei Steine mit der Aufschrift „Frieden“ und „Glück“ weisen freundlich darauf hin, dass dieser Garten Ort der
Kontemplation und Geborgenheit ist und auf ein freundliches miteinander Wert
gelegt wird.
Die Natur einbinden
Wilder Mohn“, eine einheimische Wildpflanze aus der natürlichen Umgebung,
setzt spannungsreiche Kontraste gegen die Kulturpflanzen auf dieser Trockenmauer,
entlang der südöstlichen und südlichen Grundstücksgrenze.
Tiere und Pflanzen im Garten niedergelassen, denen unbedingt weiterhin Raum gegeben
werden sollte.
Naturwesen sollten unbedingt mit Respekt behandelt werden. Sie haben sich hier ihren
Lebensraum geschaffen und der Mensch hat kein Recht, sie einfach zu verjagen.
Bei der Gartenplanung sollte man sich also auch mit ihnen arrangieren. Schädlinge wie
Nacktschnecken können eingesammelt und weit weg gebracht werden.
Aus "Alt" mach "Neu"
Einen fremden Garten zu übernehmen heißt auch, die Energien des Vorbesitzers zu
übernehmen. Bei meinem ersten Gang durch diesen Garten viel mir sofort dieser
unglücklich zurück gelassene Gartenzwerg im hochstehenden Gras auf. Wir
schlossen sofort Freundschaft und somit durfte er bleiben. Nun wacht mein
kleiner „Gartenfreund“ diskret in seinem
Versteck vor der Trockenmauer. Die abgeblätterte Farbe habe ich bewusst nicht
erneuert um ihm sein würdevolles Alter zu erhalten. Außerdem wirkt er auf mich
eher wie ein Wichtel, und die bringen ja bekanntlich Glück.
Die Partnerschaftsecke
Im Feng Shui steht der Südwesten für das Lebensthema Partnerschaft.
Im Haus selbst gibt es hier nur die Wand zum Nachbarn, so dass diese wichtige Energie nicht in das Haus gelangen kann.
Als „Erste Hilfe“ wurde der Südwesten des Gartens symbolisch aktiviert.
Die zwei Vögelchen sowie die zur Herzform angeordneten
Steine schaffen Assoziationen und aktivieren damit das Thema Partnerschaft.
Die Steine sind exakt auf dem Herz-Chakra (Energie-Zentrum
für Liebe und Beziehung) des Gartens positioniert, das günstiger weise im
Südwesten liegt.
Die Schlauchführung mit der orangen Glaskugel links im Bild markiert das
Sakral-Chakra (steht für die Sehnsüchte nach Fülle und Liebe und hält diese in Balance).
In dieser Gartenecke wird auf bodennahe Gestaltung der Schwerpunkt gesetzt, denn das hier
vorherrschende Element ist die Erde. Lediglich das Vogelpaar „thront“ über allem und signalisiert
einen klaren Überblick.
|